:: Ban Sawang Jai - Khao Yai Meditationszentrum




Quelle
Jörg Dittmar, aktualisiert von Claus Sandler im Dez. 2005 und Mae Chee Brigitte. Stand Oktober 2006


Adresse
Ban Sawang Jai
Klongdea, Moosri
Pak Chong, Nakorn Ratchasima 30130
Thailand

Tel: +66 44 312 18

Internet: www.vimokkha.com/bansawangjaigerman.html


Hauptkloster

Wat Sanghathan
Bangphai Muang
Nonthaburi 11000
Thailand

Tel.: +66 2 44 71 766 / +66 2 44 70 799
Fax: +66 2 447 278 4

Internet: www.vimokkha.com
E-Mail: vimokkha@hotmail.com


Anreise
Vom Bangkok Northern Bus Terminal mit dem Air Con Bus nach Pak Chong (110 Baht). Vom Bus Terminal in Pak Chong gibt's Taxis nach Ban Sawang Jai (200 Baht, aushandeln). Ein Taxi von Wat Sanghathan nach Khao Yai kostet ca 1.300 Baht. Manche Taxifahrer kennen den Weg nicht, ist aber einfach zu finden. Bis kurz vor den Haupteingang des Nationalparks (kennt jeder). Dort geht (in Sichtweite des Tores, ca. 200m vorher) eine Abzweigung links ab. Dort steht schon ein Wegweiswer mit 'Ban Sawang Jai' in Englisch und Thai. Jetzt ca. 10 km immer der Straße nach. Dann linker Hand der Eingang mit großem Schild (englisch) und einer Art Steinmonument auf Thai. Ein Pickup-Truck mit der Aufschrift „Khao Yai“ fährt bis ca. 17 Uhr etwa stündlich diese Route für 30 Baht. Dazu vom Bus Terminal raus auf die Hauptstrasse, 10 Minuten nach rechts gehen. Auf die Straßenseite gegenüber zum 'seven-eleven'-Shop. Davor parken die Pickup-Trucks. Die Teilnehmer des Meditationskurses (siehe unten) werden in Wat Sanghathan, Nonthaburi, mit dem Bus abgeholt.


Anmeldung
Für die Teilnahme am Meditiations-Kurs empfiehlt sich eine etwas längerfristige Anmeldung.


Beschreibung
Ban Sawang Jai (Haus der erleuchteten Herzen), eine Zweigstelle von Wat Sanghathan, liegt ca. 250 km nordöstlich von Bangkok. Ein schöner, ruhiger und weitläufiger Platz, ca. 10 km vom Haupteingang des Khao Yai Nationalparks entfernt. Das Gelände ist sehr grün, mit Grasflächen, Feldern, Buschland, Bananenstauden um einen Hügel, den Kern des Klosters. Es stehen viele Plätze zur Verfügung, wo man üben kann. Es gibt eine Reihe mit recht komfortablen Hütten (Kutis) für die Laien-Meditierenden, eine große Meditationshalle (die hauptsächlich für den Meditations-Intensivkurs genutzt wird) und einen Bereich für die Mönche am Berg. Dort ist auch die Halle mit dem Buddha, die Küche, eine Höhle, die gerade als Raum für Andachten hergerichtet wird, und die sonstige Infrastruktur.


Tradition und Lehrer
Ansprechpartner sind Ven. Ajahn Tippakorn. Ajahn, der Abt, Ende 30, spricht recht gut englisch. Ajahn hält abends immer wieder Dhamma-Talks zu ausgewählten Themen. Man kann Fragen stellen.


Meditationstechnik
Wie im Wat Sanghathan, besonders während des Kurses. Es ist aber auch freies Meditieren (d.h. nach anderen Systemen) möglich. Anfänger werden zunächst in die Vipassana-Meditation eingeführt. Später folgen regelmäßige Interviews. Sitz- und Gehmeditation finden auch in der Gruppe statt (Tagesablauf siehe unten).


Regeln
5 Silas werden erwartet, man kann auch 8 Silas einhalten. Die Kleidung sollte weiß, bequem, und angemessen sein (keine Shorts oder ärmellosen T-Shirts, Kleidung kann evtl. im Kloster gekauft oder geliehen werden). Schweigen ist optional, es herrscht jedoch überall Achtsamkeit und Ruhe. Es gibt täglich nur eine Mahlzeit.


Tagesablauf

5:00 Morgenandacht und Meditation (1 Stunde)
Kleines Frühstück (Heißgetränke)
Gehmeditation (1 Stunde)
9:30 Hauptmahlzeit mit den Mönchen
Kleine Ruhepause
Meditation im Kuti oder der Halle (gehen, stehen, sitzen, 2 Stunden)
16:00 Gehmeditation (1 Stunde)
Dann duschen, Waesche waschen, sonstige Arbeiten etc...
19:00 Gemeinsame Abendandacht, Meditation (1 Stunde)
Instruktionen und Interviewmöglichkeit
evtl. Dhamma-Talk

Es ist möglich, als Mönch oder Nonne zu ordinieren. Das geht i.d.R. über Wat Sanghathan. Im Kloster leben ca. 15 Mönche, 1-2 Nonnen sowie meist einige Laien-Meditierende aus Thailand oder dem Ausland.


Kursdauer und Termine
Einmal im Monat (beginnend am ersten Samstag jeden Monats) findet ein einwöchiger Meditationskurs statt. Es nehmen vorwiegend Thais aus Bangkok und Umgebung teil. Die Unterrichtssprache ist Thai (bei Vorträgen, geführten Meditationen usw.). Wer nach Ende des 7 Tage Kurses noch im Khao Yai Meditationszentrum bleiben will ist willkommen.


Unterkunft
Laien-Meditierende bekommen i.d.R. allein oder zu zweit ein Kuti (mit Bad) zugewiesen. Es bietet genügend Platz, um auch dort zu meditieren, wenn man das möchte. Während des Meditations-Kurses ist es allerdings beengter. Die Kutis sind dann oft mit 3-4 Personen belegt. Viele Kursteilnehmer schlafen in der großen Meditationshalle.


Verpflegung
Einmal täglich wird ein reichhaltiges thailändisches Buffet geboten. Das Angebot umfasst auch einige vegetarische Speisen.


Kosten
Keine Kosten. Spenden, um die laufenden Kosten des Tempels zu decken, sind jedoch willkommen.


Bemerkung
Mae Chee Brigitte ist nicht mehr dort. Es kann sein, dass niemand Englisch spricht.

Wer Meditationsanleitungen gerne in deutscher Sprache erhalten möchte, findet über www.meditationthailand.com oder meditationthailand@yahoo.com heraus, wo sich Mae Chee Brigitte derzeit befindet.

Khao Yai wird nicht mehr so regelmäßig benutzt, am besten vor der Anreise in Wat Sanghathan erkundigen.


Einschätzung von Jörg Dittmar

Wem Wat Sanghathan zu groß und vielleicht auch zu lebhaft ist, wem dort die persönliche Betreuung gerade für Westler, die wenig oder gar kein Thai sprechen, nicht ausreicht, oder wer einfach nur meditative Ruhe weit weg von Bangkok sucht, für den ist Ban Sawang Jai ideal.

Es ist von Bangkok einfach in 3 Stunden erreichbar.

Außerhalb des Kurses kann man nach den Regeln des Klosters meditieren und sich anleiten lassen. Man kann aber auch die Übungen, die man zuhause macht, problemlos fortsetzen. Die Atmosphäre ist von viel Toleranz geprägt. Ajahn Tippakorn kennt - auch durch seine Reisen nach Europa, Südafrika oder Neuseeland - westliche Gedankenwelten und Probleme.

Der einwöchige Meditationskurs ist in jedem Fall ein beeindruckendes Erlebnis. Für Westler, die nicht gut Thai sprechen, jedoch eher ein Erlebnis kultureller Art. Es ist interessant und inspirierend, die vielfältigen Aktivitäten zu erleben, mit Thais in Kontakt zu kommen, auch gemeinsam zu meditieren. Ein Großteil des Tagesablaufs (die geführten Meditationen z.B., die einen wichtigen Teil ausmachen) erschließt sich jedoch kaum. Einige Mönche erläutern teilweise auch auf englisch. Der Löwenanteil ist jedoch in Thai.

Ich habe daher nur an einigen ausgewählten Programmpunkten des Kurses teilgenommen. Und mir ansonsten für die Meditation ein ruhiges Eckchen gesucht (das sich immer finden läßt). Auch sind während des Kurses auf einmal 60, 80 oder noch mehr Menschen zusätzlich im Kloster. Das wirkt sich natürlich - auch bei großer Ruhe und Achtsamkeit aller - auf die Atmosphäre aus. Mein Tipp: wenn man den Kurs erleben möchte, schon ein paar Tage vorher anreisen. Sich in Ruhe einleben, die Übungen machen. Dann den Kurs auf sich wirken lassen - und entscheiden, wie man weitermacht.


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