:: Panditarama Hse Main Gon - Forest Meditation Center




Quelle
Dieter Baltruschat, Stand September 2009


Adresse
Panditarama Meditation Centre
80 A, Thanlwin Road
Shwe Gon Dine P.O.
Bahan 11201
Yangon
Myanmar

Tel: +95 1 535 448, +95 1 705 525
Tel: Forest Meditation Centre ( Hse Main Gon): +95 1 247 211

Email: panditarama@mptmail.net.mm


Anreise
Am besten das Panditarama Stadtzentrum aufsuchen, dort wird in der Regel eine Mitfahrgelegenheit organisiert. Ansonsten Taxi für maximal 10 - 20 US$ oder billigst mit dem öffentlichen Bus Richtung Bago und am Hinweisschild aussteigen und ca 2 km laufen.

Günstige Flüge nach Bangkok sind ab 500 Euro erhältlich. Ein Returnticket Bangkok/Yangon ist ab 180 Euro erhältlich, üblicherweise liegt der Preis aber um 1000 Euro. Der Flug über Bangkok hat den Vorteil, daß dort im Notfall in wenigen Tagen ein Myanmar Visum beschafft werden kann.


Einreisebestimmungen
Ein Visum ist unbedingt nötig und bei der Botschaft (Embassy of the Union of Myanmar, Thielallee 19, 14195 Berlin, Tel. 030-2061570, Fax 030-20615720) erhältlich. Ein Touristenvisum ist vier Wochen gültig. Wer mit einem Meditationsvisum einreisen will, muss beim Zentrum einen so genannten "Sponsorship letter" anfordern (Formblatt auf der Homepage), der zusammen mit dem Visumantrag an die burmesische Botschaft gesandt werden muss. Für die Bearbeitung sollte man aber genügend Zeit einrechnen, ca. drei Monate. Visumsverlängerungen sind eventuell möglich, für die verschiedenen Formulare genügend Passfotos mitnehmen (ca. 10 Stück).


Anmeldung
Schriftliche Voranmeldung empfehlenswert über das Panditarama Meditationszentrum in Yangon.


Leitung
Sayadaw U Pandita, lehrt seit 1951, gilt als einer der bedeutendsten Lehrer in der Tradition von Mahasi Sayadaw und besitzt langjährige Erfahrung mit westlichen Schülern.


Beschreibung
Das Hse Main Gon Waldmeditations Center ist eine weitläufige Anlage und befindet sich nahe der Hauptstraße zwischen Yangon und Bago ca. eine Autostunde von Yangon entfernt. In dem ursprünglich von Bambussträuchern bewachsenen Gebiet gibt es drei Seen. Seit mehreren Jahren laufen Aufforstungsprojekte, es wurden viele Bäume gepflanzt. Das Center wurde speziell für die Bedürfnisse westlicher Meditierender ausgelegt. Die Kutis (Hütten) sind sehr komfortabel, Frauen und Männer leben in getrennten Bereichen. Unter anderen Gebäuden gibt es eine große Meditationshalle, eine weitere ist im Bau.


Tradition und Lehrer
Theravada, Meditationsmethode von Mahasi Sayadaw.
Intensive Vipassana Meditationspraxis.

In der Regel ist im Center immer mindestens ein Meditationslehrer anwesend, der während des mehrmals wöchentlich stattfindenden Interviews individuelle Meditationsanleitungen gibt. Die Lehrer im Panditarama geniessen einen sehr guten Ruf!

Infos Lehrer und Zentrum gibt es hier.


Meditationstechnik
Bei der Vipassana Meditationsmethode nach Mahasi Sayadaw wird hoher Wert auf die Entwicklung permanenter Achtsamkeit gelegt (keine Pausen). Während der formalen Meditation wechseln Sitzen und Gehen nach jeweils einer Stunde ab. Außerhalb der formalen Meditation erfolgt Achtsamkeit auf die momentane Verrichtung wie essen, gehen, waschen, usw. . Als primäres Meditationsobjekt dient bei der Sitzmeditation in der Regel das Heben und Senken der Bauchdecke. Mehrmals pro Woche erfolgt ein Interview mit dem Meditationslehrer.


Regeln
Jeder Teilnehmer sollte täglich mindestens 14 Stunden der formalen Praxis (Geh- und Sitzmeditation) widmen und die sonstigen Aktivitäten (z.B. Wäsche waschen) auf ein Minimum beschränken. Lesen, Schreiben (außer Notizen) Spaziergänge sollten unterbleiben. Darüber hinaus sollten die acht Silas (moralische Übungsregeln) eingehalten werden. Die Kleidung sollte bequem, zweckmäßig und angemessen (keine Shorts oder ärmellose T-Shirts) sein. Traditionell werden weiße Blusen und Hemden empfohlen, Frauen und Männer tragen einen braunen Longyi (Sarong bzw. Wickelrock), der dort erhältlich ist.


Kursdauer und Termine
In der Regel finden keine Gruppenretreats statt, die empfohlene Aufenthaltsdauer beträgt drei Monate, aber mindestens einige Wochen.
Es ist sehr empfehlenswert, bei dem jährlich stattfindenden Retreat der Saddhamma-Foundation (üblicherweise 8 Wochen im Dezember und Januar) teilzunehmen, da dann Sayadaw U Pandita meistens die Lehrvorträge hält und die besten Meditationslehrer anwesend sind, dazu kommt noch die Gruppenunterstützung.


Sprache(n)
Die Belehrungen finden auf burmesisch statt und werden ins Englische übersetzt. Während des Interviews ist ein Übersetzer anwesend, da die Lehrer in der Regel nur wenig Englisch sprechen.


Unterkunft
Für die Meditierenden stehen geräumige, komfortable Einzel- und Doppelbungalows (je ein individuelles Zimmer, gemeinsames Bad) mit Badezimmer (Waschbecken, Dusche, Toilette) zur Verfügung. Die lange Terrasse eignet sich gut zur Gehmeditation. Zu bestimmten Zeiten ist elektrischer Strom vorhanden. Bett mit relativ guter Matratze, Bettwäsche und Decke, Kissen, Moskitonetz, Eimer zum Waschen, Thermoskanne und Regenschirm (ist auch während der heißen Zeit als Sonnenschutz sehr nützlich) gehören zur Grundausstattung.


Verpflegung
Frühstück um 5:30 und Mittagessen um 10:30.
Das Essen ist reichhaltig, schmackhaft und wird hygienisch zubereitet. Das Frühstück ist recht abwechlungsreich (z.B. Nudelsuppe, Ei, Porridge, Früchte, Kekse). Zum Mittagessen gibt es Reis, zwei bis drei vegetarische Gerichte (manchmal Tofu), meist zwei nichtvegetarische Gerichte und Früchte. Dazu gibt es Tee oder Kaffee. Vegetarische Ernährung ist problemlos möglich. Am Abend um 17:00 wird Saft gereicht.

Nach dem Frühstück und Mittagessen kann man die Thermosflasche mit heißem Wasser auffüllen lassen. Trinkwasser wird gefiltert und ist daher in der Regel trinkbar (dennoch ist Vorsicht geboten). Höhere Sicherheit durch mitgebrachtes Entkeimungsmittel oder das abgekochte Wasser oder eigenen Wasserfilter. Manchmal werden große Mineralwasser-behälter zum Füllen der Wasserflasche aufgestellt. Bei längeren Aufenthalten ist die Mitnahme von Nüssen (für Vegetarier), Vitamintabletten, Mineraltabletten und Bonbons (Zucker und Fruchtsaft dürfen abends genossen werden) überlegenswert. Nahrungsmittel müssen Ameisensicher aufbewahrt werden!.


Medizinische Versorgung
Die hygienischen Verhältnisse sind für burmesische Verhältnisse gut. Es besteht ein geringes Malaria-risiko. Medikamente sind knapp, müssen in ausreichender Menge mitgebracht werden (Antibiotika, Halfan, Erste Hilfe Set) und sollten danach gespendet werden. Manchmal ist ein Arzt anwesend. Generell ist die medizinische Versorgung in Burma wesentlich schlechter als in Europa.


Kosten
Der Unterhalt des Centers wird ausschließlich durch Spenden finanziert und ist daher auf die freiwillige Unterstützung der Retreatteilnehmer angewiesen.


Klima
Tropisches Klima, die kühlere Trockenzeit von November bis Februar (ab März sehr heiß) sind die günstigsten Monate.


Mitzubringen
Insektenschutz, Wasserentkeimungsmittel und Medikamente sollten in ausreichender Menge von Zuhause mitgebracht werden. Ein leichter Schlafsack und eine warme Faserpelzjacke sind vor allem während der Wintermonate nützlich (Nacht und Morgenmeditation können sonst recht frisch werden). Für das Interview kann ein Deutsch/Englisch Wörterbuch hilfreich sein. Sitzunterlagen sind vorhanden, aber ein Sitzkissen sollte mitgebracht werden.
Die Dinge des täglichen Gebrauchs wie Toilettenartikel, Taschenlampe, Batterien, Badeschlappen und Wasserflasche sind in Yangon erhältlich. Im Notfall oder bei langen Retreats übernimmt das Management kleinere Besorgungen (ausgegangene Seife, ...).


Buchempfehlung
Sayadaw U Pandita: "In this Very Life" bzw. deutsche Übersetzung: "Im Augenblick liegt alles Leben", O.W. Barth Verlag. Die englische Version kann hier heruntergeladen werden.

Einige interessante, deutschsprachige Bücher (u.a. von Mahasi Sayadaw) können auf der Homepage des Zeh Verlages www.zeh-verlag.de erworben bzw. heruntergeladen werden.


Bemerkung
Sehr gut für ernsthaft Praktizierende mit Retreaterfahrung und Wunsch nach intensiver Praxis, gute Randbedingungen.

Retreatinfos im Internet: www.saddhamma.org


Fotogallerie
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